Wir freuen uns auch sehr darüber, dass Herr Bundesminister Gerd Müller einige einleitende Worte zu unserem Magazin gefunden hat. Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen!

Liebe MASALA-Leserinnen und -Leser, liebe Weltwärts-Freiwillige,

By Conrad Nutschan (Own work) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons
vor sieben Jahren sind die ersten deutschen Weltwärts-Freiwilligen aufgebrochen. Sie haben im Ausland gemeinsam mit ihren Gastgebern angepackt, von- und miteinander gelernt, sich vielfältigen Herausforderungen gestellt und wichtige Brücken der Freundschaft geschlagen.

Mittlerweile arbeiten und lernen jedes Jahr weit über 3.000 junge Freiwillige in mehr als 70 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. Letztes Jahr durfte ich die 20.000 Weltwärts-Freiwillige im BMZ begrüßen. Sie alle sind auch das Gesicht der deutschen Entwicklungszusammenarbeit – dafür danke ich Ihnen. Weltwärts ist für das BMZ unverzichtbar geworden!

Mit der neuen Programmkomponente „Süd-Nord“ haben wir letztes Jahr zudem eine Möglichkeit geschaffen, dass auch junge Menschen aus unseren Partnerländern einen Freiwilligendienst in Deutschland leisten können – denn Brücken führen immer in zwei Richtungen. Insgesamt sind letztes Jahr 150 Freiwillige aus Lateinamerika, Afrika, Asien, Mittel- und Osteuropa nach Deutschland gekommen und gehen hoffentlich als Botschafter unseres Landes zurück nach Hause.

Mit MASALA haben Sie nun ein neues Forum geschaffen, um durch Ihre persönlichen Erfahrungen und Geschichten noch unbekannte Facetten eines unendlich vielfältigen Landes wie Indien aufzuzeigen. Negativen Klischees über das Schwellenland Indien setzen Sie positive Bilder und Texte entgegen. Sie lassen Experten und indische Freunde zu Wort kommen und geben dabei Raum für verschiedene Perspektiven. Dadurch festigen Sie die Brücken zwischen Indien und Deutschland und laden die Leserinnen und Leser dazu ein, sich mit dem eigenen Indienbild auseinander zu setzen. Es ist genau diese Kreativität, Innovationsfreude und Tatkraft, die wir für die Entwicklungszusammenarbeit brauchen!

Diese Ausgabe widmet sich dem Thema „Gesundheit“, einer Grundvoraussetzung für Bildung und Entwicklung. Vor kurzem fand unter Schirmherrschaft und Teilnahme von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in Berlin die Wiederauffüllungskonferenz für die Globale Impfallianz GAVI statt. Die internationale Gemeinschaft und private Geber wie Bill Gates haben zugesagt, die Allianz zwischen 2016 und 2020 mit mehr als 1,5 Milliarden Dollar zu unterstützen und damit die Impfung von 300 Millionen Kindern gegen lebensbedrohliche Krankheiten wie Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Gelbfieber zu sichern.

Zuletzt hat Ebola in dramatischer Weise gezeigt, wie schnell Entwicklungsanstrengungen zunichte gemacht werden können. Auch hier in Deutschland haben wir die Pandemie erst unterschätzt, dann aber über 160 Millionen Euro mobilisiert. Wir haben die WHO und das Kinderhilfswerk UNICEF unterstützt. Kirchen und Nichtregierungsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen. Die größten Helden sind für mich die vielen Freiwilligen, die so mutig waren, diese grauenhafte Krankheit vor Ort zu bekämpfen.

In diesem wichtigen Entwicklungsjahr 2015, in dem Deutschland den G7-Vorsitz führt und damit besondere Verantwortung und Gestaltungsmöglichkeiten hat, muss die Weltgemeinschaft weitere wichtige Verabredungen für einen Weltzukunftsvertrag treffen. Welche Entwicklung wollen wir? Welchen Planeten hinterlassen wir unseren Kindern?

Dazu haben wir uns bereits im Rahmen der Zukunftscharta Gedanken gemacht (www.zukunftscharta.de). Im September werden wir in New York die neuen Nachhaltigen Entwicklungsziele beschließen, zum Beispiel, dass bis 2030 kein Kind unter 5 Jahren mehr an vermeidbaren Krankheiten stirbt; dass bis 2030 die Müttersterblichkeit weltweit von derzeit 210 pro 100.000 Geburten auf unter 70 fällt. Diese Ziele erreichen wir nur mit vereinten Kräften.

Wirksame Entwicklungszusammenarbeit braucht Menschen, die sich einbringen und Verantwortung übernehmen, überall auf der Welt. Menschen wie Sie, liebe Freiwillige. Vielen Dank, dass Sie sich hier in Deutschland, in Indien und weltweit engagieren – für den Erhalt unserer Schöpfung, für eine gerechte Welt und eine bessere Zukunft.

Ihr Dr. Gerd Müller

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