In Black Barbie, dem zugleich Kurz- und Animationsfilm von der ghanaischen Regisseurin Comfort Arthur, wird von der Geschichte eines jungen afrikanischen Mädchens berichtet, das im Gegensatz zu ihren Verwandten eine dunkelschwarze Haut hat und diesen Umstand schwer akzeptieren kann. Vor diesem Hintergrund will sie ihre Haut depigmentieren. Der Kurzfilm ist also eine Auseinandersetzung mit der Hautdepigmentierung in Ghana bzw. in Afrika im Allgemeinen und ein Versuch, auf die Schattenseiten solcher Praktiken für die individuelle Gesundheit aufmerksam zu machen. Die weiße Haut gilt als Schönheitsideal und wird für manche Frauen sogar zum “Lebensziel”. Dafür benutzen sie sehr oft importierte kosmetische Produkte, die unter anderem gefährlichen Inhaltsstoffe wie Hydrochinon beinhalten.

Comfort Arthur zielt mit ihrem Film darauf ab, westliche Schönheitsideale kritisch zu beleuchten. Ihr Werk kann als Aufruf gesehen werden, sich der Schönheit schwarzer Haut bewusst zu werden und die Macht europäischer Schönheitsideale abzubauen. Somit kann die schöne schwarze Haut in Afrika zu alter Stärke zurückfinden und die Idee eines Paradigmenwechsels verstärkt werden. Ein Projekt, das in einem engen Zusammenhang mit getroffenen politischen Maßnahmen in Ländern wie Ghana, Kenia und der Elfenbeinküste steht, die den Import von kosmetischen Produkten mit Hydrochinon vor kurzem verboten haben.

 

TEXT Burrhus Njanjo

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