Plastic Planet

 

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Mit seinem Kinodokumentarfilm “Plastic Planet” will Werner Boote genau das verdeutlichen. Der eigentliche Regisseur versucht sich in seinem Film auch als Hauptdarsteller, den ich als ZuschauerIn auf seiner Plastikweltreise begleite. Ich folge ihm durch die verschiedensten Länder und begegne unterschiedlichen Menschen. Vom Vertreter einer großen Firma bis zum Plastiksammler auf der anderen Seite des Planeten lerne ich jeden Menschen kennen, der mit den Nachteilen von Plastik in Berührung gekommen ist. Zehn Jahre arbeitete Werner Boote an seinem Film, mit dem er der Welt mit Humor seine Entdeckung der Nachteile von Kunststoffen zeigen möchte. Dabei stellt er die richtigen Fragen, forscht nach, testet sich sogar selbst auf den Anteil an Bisphenol A – die sich wie das weibliche Hormon verhaltende Chemikalie in PVC Produkten – in seinem Blut.

Ich werde bombardiert mit Auswirkungen von Plastik. Auf mich und auf meine Umwelt. Zwischendrin sehe ich, wie Familien ihr ganzes Plastik aus ihren Häusern holen und erstaunt feststellen, wie viel davon sie ja eigentlich besitzen. Auf dem “Dach der Welt” in Österreich sitzend und einen Plastik-Erdball in der Hand haltend, fragt Werner Boote einen Umweltanalytiker, wie lange dieser Globus aus Plastik Schadstoffe aussetzt. Der Umweltanalytiker erklärt ihm: “Solange, bis dieser Erdball porös wird und alle Weichmacher weg sind.” “Und dann?” fragt Werner Boote. “Dann ist er spröde und zerbröckelt”. Von welchem Erdball letztendlich die Rede ist, bleibt unklar

Der Film gibt auf vieles Antworten, doch eine große Frage bleibt: Was kann ich als einzelner Mensch tun, um beim Beseitigen des Problems zu helfen?

TEXT Emily Thomas von StayWithMe

*StayWithMe ist eine Initiative, die sich für einen gesellschaftlichen Wandel weg vom Plastik stark macht. Mehr Infos auf stay-with-me.de